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Trump versucht, Geburtsrecht einzuschränken und Staatsbürgerschaften zu entziehen: Botschafter betroffen

Дата публикации: 07-08-2026 07:04:05

Anders als etwa in Deutschland bekommt jeder, der in den USA geboren wird, automatisch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Trump will dagegen vorgehen.

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Trump versucht, Geburtsrecht einzuschränken und Staatsbürgerschaften zu entziehen: Botschafter betroffen

Stand: 07.08.2026, 09:04 Uhr

Von: Katja Thorwarth

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Anders als etwa in Deutschland bekommt jeder, der in den USA geboren wird, automatisch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Trump will dagegen vorgehen.

Washington, D.C. – Wer in Deutschland geboren wird, ist nicht zwingend Deutscher, da das Abstammungsprinzip beziehungsweise die Staatsangehörigkeit der Eltern greift. In den USA ist das anders – noch. Denn US-Präsident Donald Trump versucht erneut, das Geburtsrecht in den USA zu ändern, nachdem er vor dem Obersten Gericht zunächst eine Pleite erlitten hatte.

US-Präsident Trump

Trump will das Geburtsrecht in den USA einschränken. (Archivbild) © Alex Brandon/AP/dpa

Trumps Plan lautet nun: Neugeborene, deren Mütter angeblich ausschließlich für die Geburt in die USA reisen, sollen künftig nicht mehr automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret, mit dem gegen „Geburtstourismus“ vorgegangen werden soll. Doch auch gegen dieses Vorhaben von Trump könnte es Klagen geben.

Trump will Botschaftern US-Staatsbürgerschaft entziehen können

Hierzu sagte Vize-Stabschef Stephen Miller, dass es Menschen gebe, die unter dem Vorwand eines Disneyland-Besuchs einreisen würden. Doch der eigentliche Grund sei, in den Vereinigten Staaten ein Kind zur Welt zu bringen, damit es US-Staatsbürger wird, behauptete Miller. Wie genau die US-Regierung im Einzelfall herausfinden will, zu welchem Zweck jemand in die USA einreist, blieb unklar. 

Dabei soll es nicht bleiben, denn Trump unterzeichnete ein weiteres Dekret. In dem darf die US-Regierung nach eigenen Angaben Menschen die US-Staatsbürgerschaft nachträglich aberkennen, wenn sie aus Trump-Perspektive unter vorgetäuschten Tatsachen erlangt wurde. Hiervon sind auch Diplomaten betroffen oder Menschen, deren Eltern nicht beide US-Bürger sind. Für wen dies potenziell greift:

  • Mitglied einer als terroristisch eingestuften Organisation
  • Botschafter, Angestellte einer Botschaft und eines Konsulats im Ausland, oder Personen, die für eine ausländische Regierung arbeiten
  • Geburt in einem US-Territorium, in dem die Staatsbürgerschaft nicht durch Bundesgesetz verliehen wird. Außengebiete sind zum Beispiel Puerto Rico, Guam und die Amerikanischen Jungferninseln

Zum Thema Geburtsrecht kassierte Trump bereits eine Niederlage vor dem Supreme Court Ende Juni, die als wegweisend eingeordnet wird. Diese betrifft Kinder, die in den Vereinigten Staaten zur Welt kommen; sie erlangen weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft, wie der Supreme Court entschied. Das gilt auch für Kinder von Eltern, die sich illegal oder nur vorübergehend in den USA aufhalten.

Recht des Bodens – US-Grundsatz garantiert Staatsbürgerschaft in den USA

Basis für das US-Geburtsrecht ist der 14. Zusatzartikel der US-Verfassung: „Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und deren Gerichtsbarkeit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten.“ Dieses sogenannte Jus Soli (Recht des Bodens) garantiert seit 1868 fast jedem auf US-Territorium geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft. Die Richterinnen und Richter bestätigten diese Praxis mit ihrem Urteil. 

Sie begründeten ihr Urteil mit der Entstehungsgeschichte des 14. Verfassungszusatzes und einem Grundsatzurteil des Supreme Court aus dem Jahr 1898. Die betroffenen Kinder seien „nach der Verfassung von Geburt an Staatsbürger“. Zudem betonte das Gericht, dass Begriffe wie „rechtmäßig“ oder „vorübergehend“, auf die sich Trump in seiner Anordnung zur Änderung des Geburtsrechts stützte, im Verfassungstext gar nicht vorkämen – „aus einem einfachen Grund: Sie spielten keine Rolle.“ Trump bezeichnete die Entscheidung am Donnerstag als „sehr unglücklich“ und „unfair“. (Quellen: dpa, AFP, ntv) (ktho)

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