Trotz eigentlicher Waffenruhe fliegt Israel weiter Angriffe im Gazastreifen. Die Vermittlerstaaten werfen dem Land Verstöße vor.
Palästinenser bergen am Ort eines israelischen Luftangriffs im Flüchtlingslager al-Maghazi ihre Habseligkeiten aus zerstörten Gebäuden.
Foto: Abdel Kareem Hana/AP/dpa
Die Vermittlerstaaten zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen haben die jüngsten Angriffe Israels in dem abgeriegelten Gebiet scharf verurteilt. In einer in der Nacht veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Katars, Ägyptens und der Türkei hieß es, »diese Verstöße« gefährdeten den Weg zur Deeskalation und verschärften das Leid der Zivilbevölkerung. Israel müsse seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht nachkommen und die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben.
Die Vermittler forderten erneut einen umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung, medizinischer Einrichtungen und von Helfern. Ferner müsse die Lieferung humanitärer Hilfe und von medizinischen Gütern im gesamten Gazastreifen gewährleistet sein.
Am Wochenende hatte Israel Berichten zufolge erneut Angriffe im Gazastreifen ausgeführt. Dabei wurden mehrere Palästinenser getötet. Die israelische Armee bestätigte Angriffe, bei denen ranghohe Kommandeure der Hamas getötet worden seien. Nachvollziehbare und überprüfbare Belege dafür wurden wie bei vielen ähnlichen Angriffen zuvor nicht vorgelegt. Palästinensischen Berichten zufolge traf unter anderem eine Rakete eine Wohnung in einem Gebäude in der Stadt Gaza. Dabei sei ein Kind getötet worden. Auch dies ist bisher nicht unabhängig überprüfbar.
Eigentlich herrscht eine WaffenruheSeit Oktober 2025 herrscht formell eine Waffenruhe, die jedoch von Israel immer wieder verletzt wird. Als Knackpunkt bei den Friedensgesprächen galt vor allem die in dem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der Hamas, die bislang abgelehnt wurde. Auch nach Vereinbarung einer Waffenruhe im Oktober besetzt Israel weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens. nd/AFP
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