Im Kanton Basel-Stadt sind 26 Menschen an der Legionärskrankheit erkrankt, eine Person ist gestorben. Als wahrscheinlichste Ansteckungsquelle haben die Behörden zwei mit Legionellen belastete Kühlsysteme an der Rebgasse ausser Betrieb genommen. Die Untersuchungen zu weiteren möglichen Quellen laufen.
Infektion
Legionellenausbruch in Basel: Eine Person verstorben03.08.2026, 13.28 Uhr
Im Kanton Basel-Stadt sind 26 Menschen an der Legionärskrankheit erkrankt, eine Person ist gestorben. Als wahrscheinlichste Ansteckungsquelle haben die Behörden zwei mit Legionellen belastete Kühlsysteme an der Rebgasse ausser Betrieb genommen. Die Untersuchungen zu weiteren möglichen Quellen laufen.
Rund zwei Dutzend Personen haben sich in Basel mit Legionellen angesteckt.DPA/ Federico Gambarini
Im Kanton Basel-Stadt sind 26 Fälle der Legionärskrankheit nachgewiesen worden. 25 Betroffene mussten laut Gesundheitsdepartement im Spital behandelt werden, sieben davon auf der Intensivstation. Eine Person ist gestorben. Neun Erkrankte befinden sich weiterhin im Spital, eine davon auf der Intensivstation.
Die Untersuchungen konzentrieren sich auf das mittlere Kleinbasel, wo sich die Krankheitsfälle häufen. Das Gesundheitsdepartement geht davon aus, dass eine oder mehrere gemeinsame Ansteckungsquellen bestehen.
Kühltürme stehen im VerdachtBei Kontrollen von zehn wasserbetriebenen Kühltürmen überschritten acht den Grenzwert für Legionellen. In zwei Anlagen auf dem Dach eines Bürogebäudes an der Rebgasse wurde die Bakterienart Legionella pneumophila in erhöhter Menge nachgewiesen. Die Behörden nahmen beide Kühltürme am Freitag ausser Betrieb. Laut Gesundheitsdepartement handelt es sich dabei nach aktuellem Stand um die wahrscheinlichste gesundheitsgefährdende Ansteckungsquelle. Weitere mögliche Quellen werden untersucht.
Video: Keystone-SDA / CH Media Video Unit / Ramona Dosch-De Cesaris
Legionellen können beim Einatmen fein zerstäubter Wassertröpfchen eine Lungenentzündung auslösen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Das Gesundheitsdepartement empfiehlt, bei Atemnot, Fieber oder starkem Husten ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Kontroll- und Prüfarbeiten werden fortgesetzt, bis die Gesundheitsgefährdung vollständig behoben ist.
Optimal für die Vermehrung der Bakterien ist eine Wassertemperatur von 25 bis 50 Grad Celsius. Geeignete Lebensbedingungen finden sie etwa in Wasserleitungen, Heizungen oder Wassertanks. Eine Infektion erfolgt erst durch das Einatmen von bakterienhaltigem Wasser, beispielsweise in der Dusche oder bei Klimaanlagen.
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