Als Lou Thievent im März 2022 beim Olympischen Jugendfestival in Finnland drei Medaillen gewann, schien der junge Biathlet auf bestem Wege, ein ganz Großer zu werden. Nach einer starken Folgesaison mit mehreren Top-15-Platzierungen im IBU-Cup rückte der Youngster 2023 sogar ins französische B-Team auf. Doch dann begannen die Probleme für den Skijäger, wie er nun in einem Interview verraten hat.

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Als Lou Thievent im März 2022 beim Olympischen Jugendfestival in Finnland drei Medaillen gewann, schien der junge Biathlet auf bestem Wege, ein ganz Großer zu werden. Nach einer starken Folgesaison mit mehreren Top-15-Platzierungen im IBU-Cup rückte der Youngster 2023 sogar ins französische B-Team auf. Doch dann begannen die Probleme für den Skijäger, wie er nun in einem Interview verraten hat.
"Seit meinem Wechsel in den Verband fiel es mir schwer, Freude und Motivation am Biathlon zu finden", gestand Lou Thievent im Gespräch mit dem "Nordic Magazine" und ergänzte: "Besonders die letzte Saison war hart für mich. Das Training machte mir Spaß, aber vor den Rennen graute es mir. Ich stand unter Stress und hatte Angst vor den Wettkämpfen."
Der 23-Jährige hatte schlicht und ergreifend zu viel trainiert, sodass sein Körper streikte. "Ich musste mich von der Überbelastung erholen. Das hat viel länger gedauert, als ich gehofft hatte, und im Moment bin ich mir nicht einmal sicher, ob ich mich schon vollständig regeneriert habe", erklärte Thievent.
Im Frühjahr traf der Franzose daher eine richtungsweisende Entscheidung: Er schloss sich dem Nova Biathlon Team an, einer neuen privaten Mannschaft, die von Ambroise Meunier trainiert wird.
"Das Projekt hat mich sofort interessiert", verriet Thievent: "Die Idee, ein hohes Maß an Individualisierung zu ermöglichen und jedem die Autonomie über das eigene Projekt zu überlassen, fand ich sehr reizvoll. Das wird zu einem wichtigen Faktor, wenn man in die Seniorenklasse aufsteigt."
Biathlon-Youngster nennt keine konkreten ZieleWenn Thievent im Spätherbst dann wieder auf Schnee steht, will er nichts überstürzen.
"Mein einziges Ziel wird es sein, wieder Spaß an den Rennen zu haben und alles zu geben. Ich möchte sehen, ob sich die Arbeit in der Saisonvorbereitung auszahlt und wie weit ich kommen kann", kündigte der Biathlet an.
Nach den letzten Jahren falle es ihm schwer, sich "konkrete Ziele zu setzen", merkte Thievent an. Wichtiger sei es, endlich wieder in den Rhythmus zu kommen.
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