Unter der Woche verkündete die ehemalige ukrainische Biathletin Yuliia Zhuravok, nach Russland umzuziehen, um dort als Trainerin zu arbeiten. Ein offizielles Verbands-Statement ließ nicht lange auf sich warten.

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Unter der Woche verkündete die ehemalige ukrainische Biathletin Yuliia Zhuravok, nach Russland umzuziehen, um dort als Trainerin zu arbeiten. Ein offizielles Verbands-Statement ließ nicht lange auf sich warten.
2022 beendete Yuliia Zhuravok ihre Biathlon-Karriere nach 23 Weltcup-Starts und sechs Medaillen bei Europameisterschaften, darunter Silber im Einzelrennen 2018 hinter Hanna Öberg. Seither widmete sie sich ihrer Familie.
Da die 31-Jährige neben dem ukrainischen auch einen russischen Pass besitzt, fasste die frühere Skijägerin kürzlich den Entschluss, nach Anzhero-Sudzhensk umzuziehen, wo sie ihr Wissen an Talente weitergeben will.
"Ich habe meine Wahl getroffen. Ich habe dies mit reinem Gewissen getan und bereue es nicht", betonte Zhuravok gegenüber "Sport24". Sie sei künftig an einem Ort, an dem sie "geschätzt werde".
Angesichts des nach wie vor wütenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sorgte die Entscheidung für einige Schlagzeilen.
Instagram-Likes ziehen Einzelgespräche nach sichIn einer am späten Samstagabend veröffentlichten Pressemitteilung sah sich der Ukrainische Biathlonverband gezwungen, seinen Standpunkt darzulegen.
"Wir möchten betonen, dass Yuliia Zhuravok die ukrainische Nationalmannschaft im Jahr 2022 verlassen hat und der Ukrainische Biathlonverband seither keine Verbindung mehr zu ihr unterhält", hieß es in der Erklärung. Eine Rückkehr sei aufgrund ihrer russischen Staatsbürgerschaft ohnehin "ausgeschlossen" gewesen.
Da zahlreiche ukrainische Athletinnen und Athleten sowie Trainer den Instagram-Beitrag von Zhuravok mit "Gefällt mir" markierten, führte der ukrainische Verband Einzelgespräche mit den Betroffenen.
"Einige von ihnen erklärten, sie hätten den Beitrag versehentlich gelikt, als sie irrtümlich durch ihren Newsfeed scrollten", hieß es. "Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges und der massiven militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine lösen solche Handlungen negative und berechtigte Reaktionen bei den Fans aus."
Abschließend wurde erklärt: "Die Entscheidung von Yuliia Zhuravok bezüglich der Fortsetzung ihrer beruflichen Laufbahn ist eine persönliche Angelegenheit. Der Ukrainische Biathlonverband ist an dieser Entscheidung nicht beteiligt."
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