Vor 20 Jahren besuchte das Rentnerpaar Robin und Margareth Luang Prabang in Laos. Als sie nun zurückkehrten, waren sie schockiert von der Touristenflut.
Vor 20 Jahren besuchte das Rentnerpaar Robin und Margareth Luang Prabang in Laos. Als sie nun zurückkehrten, waren sie schockiert von der Touristenflut.
Luang Prabang, die ehemalige Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs im Norden von Laos, liegt in einem Tal am Zusammenfluss des Mekong und des Nam Khan. Die jahrhundertealte Stadt war bis 1975 die Königsstadt des Landes, ist Weltkulturerbe und lockt viele Besucher an. Im Jahr 2024 besuchten laut offiziellen Angaben der „Vientiane Times“ 2,3 Millionen Touristen die Region.
Vor 20 Jahren, lange vor dem Touristenansturm, besuchten Robin und Margareth C. Luang Prabang. Nun kehrte das britische Rentnerpaar an sein ehemaliges Urlaubsziel zurück – und war enttäuscht. „Ich glaube, die Magie ist verloren gegangen“, sagte Robin laut der „Berliner Morgenpost“.
Luang Prabang ist bekannt für die tägliche Almosengabe, bei der Hunderte buddhistische Mönche durch die Straßen ziehen. Diese Zeremonie habe sie auch dieses Mal wieder genauso begeistert wie bei ihrem ersten Besuch. Doch es wäre nicht mehr wie früher, so das Rentnerpaar.
Die ganze Straße sei voller Stühle für Touristen gewesen. Robin erzählte der „Berliner Morgenpost“, sie hätten sogar gesehen, dass die Einheimischen keine Stühle mehr hatten, sondern die Mönche ehrfürchtig auf Knien erwarteten. Luang Prabang sei noch immer ein schöner Ort, doch er befürchte, dass die Menschen dort den wachsenden Wohlstand mit einem Teil ihrer Kultur bezahlen müssten. Ein weiteres Mal wollen er und Frau Margareth wohl nicht zurückkommen.
Nicht nur Luang Prabang: Wie Zahlen von „Statista“ zeigen, verzeichnet die gesamte Asia-Pacific-Region einen starken Anstieg in der Tourismusbranche. 2025 nahmen die Besucherzahlen um 22,3 Prozent zu – mit Japan, Thailand, China, Malaysia und Vietnam als beliebteste Reiseziele.