Täglich Cola? Studien zeigen: Schon ein bis zwei Dosen am Tag können das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Doch dabei bleibt es nicht.
Es ist doch nur ein Erfrischungsgetränk – könnte man zumindest meinen. Nach dem Feierabend, vor allem im Sommer, will man auch mal was Kühles und Geschmackvolles trinken. Kühlschrank auf, Cola-Dose raus und zack, ehe man sich versieht, hat man schon zwei Dosen leer gemacht. Doch wer täglich zur süßen Brause greift, tut seinem Körper auf Dauer keinen Gefallen. Denn der Softdrink enthält nicht nur viel Zucker, sondern auch Koffein und Phosphorsäure. Diese Kombination kann verschiedene gesundheitliche Folgen haben.
Darum gilt Cola als ungesundCola zählt zu den beliebtesten Erfrischungsgetränken in Deutschland. Nach Angaben von Statista trinken mehr als 22 Millionen Menschen hierzulande mindestens einmal pro Woche Cola oder Cola-Mischgetränke. Der Pro-Kopf-Konsum lag 2023 bei fast 34 Litern. Unglaublich, oder? Dabei kommt es einem gar nicht so viel vor.

Ob im Supermarkt, bei der Tankstelle oder im eigenen Kühlschrank: Der Griff geht öfter mal zur Cola.Markus Mainka/Imago
Die genaue Rezeptur ist zwar das Geheimnis der Hersteller, die wichtigsten Bestandteile sind jedoch bekannt. Neben Wasser und Kohlensäure enthält Cola unter anderem Zucker, Phosphorsäure, Farbstoffe, Säuerungsmittel, Aromen und Koffein.
Besonders ins Gewicht fällt der hohe Zuckergehalt. Rund neun Gramm Zucker stecken in 100 Millilitern Cola. Damit liefert bereits ein halber Liter deutlich mehr Zucker, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für einen Tag empfiehlt. Hinzu kommen rund 40 Kilokalorien pro 100 Milliliter.
Wer regelmäßig Cola trinkt, nimmt oft unbemerkt viele zusätzliche Kalorien auf. Das kann eine Gewichtszunahme begünstigen und das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Studien zeigen, dass Erwachsene, die täglich ein bis zwei Dosen zuckerhaltiger Softdrinks trinken, um 26 Prozent häufiger an der Stoffwechselstörung erkranken als Menschen, die solche Getränke nur selten konsumieren.
Auch die Zähne leiden. Zucker fördert Karies, während die enthaltene Phosphorsäure zusätzlich den Zahnschmelz angreifen kann. Dadurch steigt das Risiko für weitere Zahnschäden. Doch damit nicht genug: Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum wird außerdem mit Hautproblemen wie Pickeln und Akne in Verbindung gebracht. Teilweise kann er auch eine frühere Hautalterung begünstigen.

Egal in welchem Supermarkt und in welchem Land man ist, Cola gibt es immer.Anton Geisser/Imago
Neben dem Zucker spielt auch das Koffein eine Rolle. Es kann den Blutdruck ansteigen lassen und bei empfindlichen Menschen Herzklopfen, Zittern, Schweißausbrüche oder innere Unruhe auslösen. Wer regelmäßig größere Mengen Cola trinkt, klagt außerdem häufiger über Schlafprobleme. Koffeinhaltige Getränke können zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Muss man jetzt komplett auf Cola verzichten?Nein. Ein gelegentliches Glas Cola ist für gesunde Menschen in der Regel kein Problem. Wer den Softdrink jedoch täglich und in größeren Mengen trinkt, sollte seinen Konsum möglichst reduzieren. Vor allem der hohe Zucker-, Koffein- und Phosphorsäuregehalt macht Cola auf Dauer zu keinem idealen Durstlöscher.
Eine gesunde Alternative: Wasser gemischt mit Zitronensaft. Das spart Zucker und Kalorien, schont gleichzeitig Zähne und Körper – und bei frisch gepressten Zitronen schmeckt es auch direkt viel besser.
Hat sich Ihr Cola-Konsum in den vergangenen Jahren verändert? Oder könnten Sie keinen Tag ohne das Getränk auskommen? Schreiben Sie uns an: leser-bk@berlinerverlag.com
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