Er erkrankte an Hautkrebs und verlor früh seine Eltern: Fernsehkoch Alexander Herrmann erklärte am Freitagabend in der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9“ seine wichtigste Lebensphilosophie. Und er sprach über einen Bundestagsbesuch, der „nahe am Albtraum“ gewesen sei.
Er erkrankte an Hautkrebs und verlor früh seine Eltern: Fernsehkoch Alexander Herrmann erklärte am Freitagabend in der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9“ seine wichtigste Lebensphilosophie. Und er sprach über einen Bundestagsbesuch, der „nahe am Albtraum“ gewesen sei.
Früh hat Alexander Herrmann seine Eltern bei einem Autounfall verloren, während seiner Karriere als Koch und Hotelier bekam er Hautkrebs. Doch er hat sich nie unterkriegen lassen. Herrmann erklärt, er habe sich nie darüber Gedanken gemacht, warum er krank geworden sei. „Das ,warum' spielt im Grunde auf dem Weg nach vorne keine Rolle“, sagt er. „Ich glaube, dadurch, dass es mir immer gelungen ist, nicht so lange im 'Warum' zu verhaften, sondern in dem 'Gehen wir doch mal diesen Weg', das hat mir viel geholfen.“
Weitermachen, das war Alexander Herrmanns Ding. „Wir alle kennen doch dieses Gedankenkarussell, wenn du abends im Bett liegst, und viele denken da: 'Was, wenn'. Und das ist gefährlich, denn aus diesem Karussell kommst du nicht mehr raus. Ich denke: 'Selbst, wenn'. Ich denke in Lösungen.“ Er habe Schicksalsschläge erlebt. „Doch der Schicksalsschlag ist nur ein Teil des Lebens“, sagt Herrmann.
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Herrmann hat trotz seiner vielen Arbeit im Hotel und im Fernsehen immer noch Zeit für sein politisches Engagement. Da ist er Pragmatiker. Über die Extremen von links und rechts ärgert er sich. „Ich war mal vor drei Jahren im Bundestag und habe dort drei Stunden mit Bundestagsabgeordneten gesprochen. Und ich kann nur sagen: nahe dem Albtraum. Die sind so in Parteihöhen.“ Er hätte gerne noch mehr erzählt, doch dazu hat er keine Zeit. Er ist der letzte Interviewgast, und plötzlich ist die Sendung zu Ende. „Sie müssen noch mal wiederkommen“, verabschiedet ihn Moderator Giovanni di Lorenzo. Recht hat er. Alexander Herrmann könnte man stundenlang zuhören.
Von Marko Schlichting
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