Der SWR setzt seinen Sparkurs fort und verabschiedet sich von weiteren traditionsreichen Eigenproduktionen. Betroffen sind u. a. die Musikshow mit Andy Borg und der „Tatort” aus dem Schwarzwald.
Der SWR setzt seinen Sparkurs fort und verabschiedet sich von weiteren traditionsreichen Eigenproduktionen. Betroffen sind u. a. die Musikshow mit Andy Borg und der „Tatort” aus dem Schwarzwald.
Künftig übernimmt die Produktionsfirma Kimmig Entertainment die Produktion des „Schlager-Spaß“. Als neuer Standort dient eine vom Europa-Park angemietete Eventhalle im badischen Mahlberg im Ortenaukreis. Damit bleibt das Format zwar in Baden-Württemberg und im Kerngebiet des SWR verankert, die Produktion erfolgt jedoch nicht mehr durch eigene Teams des Senders.
Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung. Der SWR will künftig weniger eigene Studios betreiben, Kosten senken und gleichzeitig flexibler arbeiten. Der Rotstift wurde auch bei „immer wieder sonntags“ angesetzt, die Show mit Stefan Mross endet nach dieser Saison.
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In der fiktionalen Sparte hat die Auslagerung sogar schon begonnen. Der neue Schwarzwald-„Tatort – Freund und Feind“ ist der erste Film mit den Ermittlern Franziska Tobler und Friedemann Berg, der nicht mehr vom SWR selbst produziert wird.
Den Zuschlag erhielt die Ludwigsburger Produktionsfirma Giganten Film. Die „Tatort“-Teams aus Stuttgart und Ludwigshafen sowie die Serie „Die Fallers“ bleiben dagegen noch bis mindestens Ende 2028 Eigenproduktionen des Senders.
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Die Ratesendung „Sag die Wahrheit“ wird ab 2027 in Leipzig produziert. Dort sollen gemeinsam mit dem MDR Synergien bei Studios und Technik genutzt werden.
Der „Tigerenten Club“ wird künftig auf zwei Standorte aufgeteilt: Die Show- und Spielelemente entstehen bei Riverside Entertainment in den Bavaria Studios in Köln-Bocklemünd. Die journalistischen Beiträge sowie Live- und Quizanteile bleiben dagegen in Stuttgart und werden weiterhin vom SWR selbst produziert.
SWR-Intendant Kai Gniffke betont, der Sender entscheide sich aus „Verantwortung für die anvertrauten Mittel“ für die wirtschaftlichsten Lösungen. An der Qualität der Produktionen werde sich „nichts verändern“.
Programmdirektor Clemens Bratzler räumt zugleich ein, dass der Abschied von den eigenen Produktionsstrukturen „schmerzhaft“ sei. Angesichts finanzieller Unsicherheiten sei es jedoch richtig, den SWR „flexibler aufzustellen“. Die Auslagerung könne zudem „sozialverträglich“ umgesetzt werden.
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