Prinz Harry und weitere Prominente haben den Prozess gegen die britische „Daily Mail” verloren. Nun droht den Klägern ein finanzielles Fiasko, denn die Kosten in astronomischer Höhe sollen aus privater Tasche bezahlt werden.
Prinz Harry und weitere Prominente haben den Prozess gegen die britische „Daily Mail” verloren. Nun droht den Klägern ein finanzielles Fiasko, denn die Kosten in astronomischer Höhe sollen aus privater Tasche bezahlt werden.
Prinz Harry (41) hat den Prozess gegen die britische Zeitung „Daily Mail“ verloren. Ein britisches Gericht wies die Vorwürfe von Harry und sechs weiteren prominenten Klägern vor Kurzem nach einem elfwöchigen Prozess in einem 436 Seiten starken Urteil vollständig ab. Nun wird vor dem High Court in London intensiv über die Verteilung der immensen Verfahrenskosten gestritten, wie das britische Medium „The Mirror“ berichtet.
Gemeinsam mit Prominenten wie Elton John (79) und Elizabeth Hurley (61) hatte der Herzog von Sussex dem Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) vorgeworfen, illegal Informationen beschafft zu haben. Nach Angaben von „The Mirror“ belaufen sich die bis Juli 2026 angefallenen Kosten des Verlags auf knapp 40 Millionen Euro, womit das genehmigte Budget um mehr als 21 Millionen Euro überschritten wurde. Demgegenüber steht nämlich eine Rechtsschutzversicherung der Klägergruppe, die lediglich eine Summe von knapp 19 Millionen Euro abdeckt. Die Anwälte des Verlags fordern nun, dass die Kläger die vollen Kosten auf einer verschärften Erstattungsbasis (der sogenannten Indemnity-Basis) tragen sollen.
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Der Anwalt des Verlags, Antony White, warf der Klägergruppe vor, den im Oktober 2022 mit einer reichweitenstarken Pressemitteilung initiierten Prozess vor allem für eine medienwirksame Kampagne genutzt zu haben, um Druck auf die Regierung auszuüben. Er bezeichnete das Verfahren als „eine Kampagne und kein gewöhnlicher und angemessener Rechtsstreit“, der lediglich als Vorreiter einer drohenden Klagewelle dienen sollte.
Auf der Gegenseite wies der Anwalt der Kläger, Nicholas Bacon, diese Vorwürfe zurück, bezeichnete die Ausgaben des Verlags als „erstaunlich hoch“ und kritisierte eine rücksichtslose Missachtung der Verhältnismäßigkeit. Er betonte, dass die Prominenten stets ehrlich und in gutem Glauben gehandelt hätten.
Bacon warnte vor den drastischen finanziellen Folgen einer verschärften Kostenregelung für Prinz Harry und seine anderen Mandanten. Er erklärte vor Gericht: „Wenn die Kläger verpflichtet würden, die Kosten von Associated auf der Grundlage einer Entschädigung zu zahlen, wäre die derzeitige Deckungssumme unzureichend, um ihre gesamte Kostenbelastung zu decken, was möglicherweise viele Millionen Pfund ausmachen könnte.“ Der zuständige Richter, Matthew Nicklin, wird seine Entscheidung über die Kostenverteilung nach den zweitägigen Anhörungen Ende Juli 2026 zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich bekannt geben.