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Trump verkündet Einigung zur Entwaffnung der Hamas – der 15-Punkte-Plan für den Gazastreifen

Дата публикации: 31-07-2026 03:51:14

Die Hamas soll ihre Waffen abgeben und Israel seine Truppen aus dem Gazastreifen abziehen. Was sieht der Plan vor, wie realistisch ist die Umsetzung?

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Trump verkündet Einigung zur Entwaffnung der Hamas – der 15-Punkte-Plan für den Gazastreifen

Stand: 31.07.2026, 05:51 Uhr

Von: Christian Stör

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Die Hamas soll ihre Waffen abgeben und Israel seine Truppen aus dem Gazastreifen abziehen. Was sieht der Plan vor, wie realistisch ist die Umsetzung?

Gaza – Donald Trump hat eine Einigung zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen bekannt gegeben. „Heute hat der Friedensrat eine historische Vereinbarung über die vollständige Entwaffnung der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen im Gazastreifen erzielt“, schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. Dies sei ein „monumentaler Schritt“ hin zu „dauerhaftem Frieden und Sicherheit“.

US-Präsident Trump

Der Friedensrat soll nach Darstellung von US-Präsident Trump eine Vereinbarung über die „vollständige Entwaffnung“ der Hamas erzielt haben. (Archivbild) © Alex Brandon/AP/dpa

Die Entwaffnung der islamistischen Hamas und verbündeter militanter Palästinensergruppen soll laut Trump schrittweise erfolgen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen sei, würden sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe werde dann „gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei die Verantwortung für den Gazastreifen übernehmen“. Israel solle die Sicherheit erhalten, dass der „Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird“, schrieb Trump weiter.

Trump verkündet Einigung: Was sieht der Plan für die Hamas vor?

Nach Trumps Friedensplan ist vorgesehen, dass der Gazastreifen entmilitarisiert und die Hamas entwaffnet wird. Sie habe „dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt, wie er ihnen in unserer letzten Vermittlungssitzung vorgelegt wurde“, verlautete aus US-Kreisen. Dies schließe einen Artikel ein, der „die vollständige Entwaffnung“ beinhalte. Die Hamas solle ihre Waffen dabei der palästinensischen Übergangsverwaltung (NCAG) übergeben. Die NCAG soll zudem künftig die Strafverfolgung im Gazastreifen übernehmen.

Dabei soll eine internationale Stabilisierungstruppe helfen, die von den USA angeführt werden soll. Insidern zufolge gibt es bereits Zusagen für mehr als 5000 Soldaten aus verschiedenen Ländern. Die Kräfte sollen laut Deutscher Presse-Agentur im Kern folgende Aufgaben haben:

  • Die Polizei in Gaza trainieren.
  • Bei der Entwaffnung der Hamas helfen und beschlagnahmte Waffen entsprechend sicher lagern.
  • Als Vermittler zwischen Israel und den Palästinensern während des Rückzugs israelischer Truppen aus dem Gazastreifen fungieren.
Trump-Friedensplan für Gaza: Wird Israel einfach so seine Truppen abziehen?

Zwar sieht der Plan einen schrittweisen Abzug vor, bis sämtliche Truppen am Ende aus dem Gazastreifen verschwunden sind. Der Zeitrahmen dafür ist aber bislang nicht festgezurrt, wie eine dem Friedensrat nahestehende Person erläuterte. Israel habe dabei ein „zentrales“ Argument vorgebracht: Ein Rückzug sei so lange nicht möglich, solange die Hamas durch ihre Präsenz und den Zugang zu Waffen weiter eine Bedrohung darstelle. 

Neben dem vollständigen Truppenabzug soll sich Israel zudem an Verpflichtungen halten und dafür Sorge tragen, dass humanitäre Zugänge und die Bereitstellung von Hilfsgütern in Gaza ermöglicht werden. Eine Reaktion aus Israel nach Bekanntwerden der Einigung blieb zunächst aus. 

Welchen Zeitrahmen für eine Umsetzung des Plans gibt es?

Aus dem Umfeld des Friedensrats verlautete zwar grob ein Zeithorizont von „200 bis 350 Tagen“ für den gesamten Plan. Zugleich räumte eine mit dem Vorhaben befasste Person ein, dass der konkrete Zeitplan „maßgeblich von den einzelnen Phasen“ abhänge: So sieht der Plan ein schrittweises Vorgehen vor, bei dem sowohl die Hamas als auch Israel Bedingungen erfüllen müssen. 

Konkret bedeutet das, dass ein unabhängiger Prüfungsausschuss die Bedingungen einer Phase überprüft und als erfüllt ansehen muss, bevor der nächste Schritt gemacht wird. Damit solle dem tief sitzenden Misstrauen beider Konfliktparteien vorgegriffen werden. Zugleich zeigt der Mechanismus auch, wie fragil der Zeitplan ist. Erfüllt eine Partei die Anforderungen nicht oder stimmt das Prüfungskomitee nicht zu, dürfte der Plan deutlich in Verzug geraten. 

Kämpfer der Kassam-Brigaden

Die Hamas soll bereit sein, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. (Archivbild) © Abed Rahim Khatib/dpaDiskutierter 15-Punkte-Plan aus Israels Sicht nicht ausreichend

Seit Wochen laufen in Ägypten Verhandlungen, um die zweite Phase des von den USA vermittelten Waffenruheabkommens zwischen Israel und der Hamas umzusetzen, das im Oktober in Kraft getreten war. Ziel ist eine dauerhafte Friedenslösung. Aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen war laut AFP zuvor von „Fortschritten“ die Rede gewesen. Dies bestätigten auch Hamas-Kreise. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten zunächst über entsprechende Fortschritte. 

Ein israelischer Regierungsvertreter hatte vor Trumps Post mitgeteilt, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, „einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess“. Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nach israelischer Auffassung nicht ausreichend, hieß es. Es werde bis zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und Entmilitarisierung des Gazastreifens keinen Abzug der israelischen Armee von der „gelben Linie“ geben.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten 1221 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive in dem Palästinensergebiet. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet. (Quellen: dpa, AFP) (cs)

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