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Medienschau: Von China lernen …

Дата публикации: 30-07-2026 22:00:00

Die Manager der deutschen Autoindustrie und erst recht die seit Nazizeiten BMW, VW und Porsche beherrschenden Milliardärsfamilien verpennten im vergangenen Jahrzehnt so ziemlich alles in der Branche. Immerhin taucht im aktuellen Tief ein Hauch von Wahrheit auf.

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Die Manager der deutschen Autoindustrie und erst recht die seit Nazizeiten BMW, VW und Porsche beherrschenden Milliardärsfamilien verpennten im vergangenen Jahrzehnt so ziemlich alles in der Branche. Die Bürgerpresse erwähnt aber ihre heiligen Kühe selten. Immerhin taucht im aktuellen Tief ein Hauch von Wahrheit auf.

So schreibt die Landshuter Zeitung: »Selbst BMW kann sich dem Abstieg der deutschen Autoindustrie nicht mehr entziehen. Der Konzern kürzt 8.000 Arbeitsplätze, die meisten davon in Deutschland. Die Ursachen sind mehrgestaltig. Managementfehler mischen sich mit weltpolitischen Verwerfungen, wirtschaftspolitischer Naivität und einem unattraktiven Heimatstandort. Konkret: Dass die deutschen Autobosse die Elektromobilität verschlafen haben und bei der Batterietechnik von Asien abhängig sind, hat sich herumgesprochen. Dass sich ihr Wohl und Wehe an den Profiten in China entscheidet, ist ebenso bekannt.«

Die Nürnberger Zeitung meint mit Blick auf Mercedes: »Ein bisschen Luxus und Formel 1 ist sicher nicht schlecht fürs Renommee. Ausschließlich teure Produkte beschäftigen aber nicht Hunderttausende. Die wirkliche Durchdringung, wenn schon nicht Beherrschung des Marktes, kommt erst mit resilienten Ideen für Massen. Dass die hiesige Autoindustrie sich nach dem Krieg gegen die USA behaupten und sie sogar abhängen konnte, liegt nicht in erster Linie am Supersportwagen 300 SL, sondern auch und vor allem an Modellen wie Käfer, Golf oder Dreier-BMW.«

Die Berliner Zeitung schreibt unter der Überschrift »Die Arbeitskosten sind nicht das Problem«: »Wenn Mercedes gleichzeitig im günstigen Ungarn und in den teuren USA ausbaut, können die deutschen Löhne nicht die ganze Erklärung sein.« Fazit: »Niedrigere Personalkosten korrigieren keine verfehlte China-Strategie, beschleunigen keine Softwareentwicklung und schaffen keine überlegenen Elektroautos.«

Die FAZ kennt den Ausweg: »In Schlüsseltechnologien wie dem autonomen Fahren und den Batterien haben chinesische Hersteller inzwischen einen deutlichen Vorsprung. Die deutschen Hersteller werden deshalb künftig noch stärker auf Technik aus der Volksrepublik zurückgreifen müssen. Die gute Nachricht ist, dass sie dafür nicht schlecht aufgestellt sind. Das Entwicklungszentrum von VW in Hefei zeigt, wie sich chinesische Geschwindigkeit und Entwicklungsprozesse mit der eigenen Arbeit verbinden lassen. Im Idealfall ergeben sich daraus auch Lerneffekte für die anderen großen Märkte der Welt. Ausgerechnet VW wird so zum Vorreiter, an dem sich auch andere Hersteller orientieren können.« Neue FAZ-Losung: Von China lernen, heißt siegen lernen. (as)

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