Ein überraschendes Fazit des Experten über die Qualität der Informationen. Und trotzdem eine Warnung.
Ein überraschendes Fazit des Experten über die Qualität der Informationen. Und trotzdem eine Warnung.
Paolo Colombani12.07.2026, 05.30 Uhr

Illustration Jasmin Hegetschweiler / NZZ
Vor rund zehn Jahren etablierten sich die sozialen Netzwerke, und plötzlich konnten immer mehr Menschen Informationen aller Art verbreiten – unabhängig von ihrer Qualität. Die Vermischung von Meinungen und Fakten wurde zum Alltag, auch auf Linkedin, dem Berufsnetzwerk für den fachlichen Austausch.
NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.
Bitte passen Sie die Einstellungen an.
Ohne fundierte Ausbildung ist es aber kaum möglich, die Spreu vom Weizen zu trennen. Beiträge zur Ernährung und Sporternährung sind keine Ausnahme: Hervorragende Informationen stehen neben schlicht falschen Aussagen.
Heute erleben wir mit der künstlichen Intelligenz die nächste Revolution. Verbessert sie die Qualität der verfügbaren Informationen zu Ernährung und Sporternährung – oder verstärkt sie lediglich die Flut an Pseudowissen?
Die Antwort dürfte überraschen: KI liefert heute häufig fundiertere Informationen als zahlreiche menschliche Influencer. Wird sie mit den richtigen Fragen gefüttert, unterscheiden sich ihre Antworten immer weniger von denen einer Fachperson. Brauchen wir also bald keine Fachleute für Ernährung und Sporternährung mehr?
Für etablierte Themen, zu denen es kaum wissenschaftliche Kontroversen gibt und über die weitgehende Einigkeit herrscht, ist KI bereits heute eine zuverlässige Informationsquelle. Ob die Zufuhr von Kohlenhydraten den Fettabbau behindert, kann sie beispielsweise korrekt beantworten.
Schwieriger wird es jedoch, wenn eine Fragestellung umfassend zu beurteilen ist. Selbst scheinbar einfache Fragen lassen sich oft nur im Gesamtkontext beantworten. Soll etwa eine Studie zur Wirkung einer Proteinquelle auf die Muskelproteinsynthese beurteilt werden, ist zum Beispiel auch die Herstellungsweise des Proteins entscheidend – obwohl sie in der Publikation häufig nicht beschrieben wird.
Genau diese umfassende Einordnung gelingt KI im Bereich Ernährung noch nicht zuverlässig. Deshalb werden Fachpersonen auch künftig eine zentrale Rolle behalten: nicht primär als Lieferanten von Informationen, sondern als Einordner wissenschaftlicher Evidenz.
Der Ernährungswissenschafter Dr. Paolo Colombani ist Präsident des unabhängigen Kompetenzzentrums Notabene Nutrition.
Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | From personalised workouts to instant feedback: Should you give AI fitness apps a chance? | 0 | 5 | 02-07-2026 |
| 2 | Echt allwissend?: Geldanlage mit KI: Schnelle Infos, aber viele Fallstricke | 0 | 13.69 | 23-07-2026 |
| 3 | Is AI Overhyped? | 0 | 5 | 11-07-2026 |
| 4 | AI can be a personal trainer in your pocket – but is it safe? | 0 | 5 | 01-07-2026 |
| 5 | ИСКУСТВЕННЫЙ ИНТЕЛЛЕКТ И ЗДОРОВЬЕ Получить от ИИ полезный и достаточно ... | -1 | 6.5 | 22-07-2026 |
| 6 | Эксперт Аронсон: работать с ИИ в промышленности должны люди, знающие техпроцессы | 0 | 0 | 06-06-2025 |
| 7 | Эксперт Горелкин предупредил об опасности использования ИИ в качестве психолога | 0 | 0 | 29-08-2025 |
| 8 | Эксперт разоблачил мифы о полезности энергетических напитков | 0 | 5 | 18-03-2026 |
| 9 | Инструмент или бомба замедленного действия: эксперт оценил риски ИИ | 0 | 5 | 27-06-2026 |