Nach dem Zinsentscheid der Fed und einer Reihe an Quartalszahlen liegt der Dax im Minus. Adidas enttäuscht die Anleger und bricht ein, auch der Konkurrent Puma notiert Verluste. Die Zahlen von Microsoft und Meta kommen dagegen gut an.
Nach der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank sowie Licht und Schatten von den Quartalsbilanzen der US-Techschwergewichte Microsoft und Meta zeigen sich die Anleger auch am deutschen Aktienmarkt zurückhaltend. Der Leitindex Dax notierte zuletzt 0,4 Prozent im Minus und notierte unter der Marke von 25.500 Punkten bei 25.361 Zählern.
Der Index der mittelgroßen Werte MDax notierte mit 0,2 Prozent und 32.126 Punkten in der Verlustzone. Der Euro Stoxx 50 lag leicht im Plus.
Airbus gaben um 2,3 Prozent nach. Ein Händler bezeichnete das zweite Quartal als stark, jedoch habe der Flugzeugbauer die Ziele nur bestätigt.
Aixtron erholten sich etwas von ihren jüngsten Verlusten mit vorbörslich plus 3,7 Prozent. Marktteilnehmer lobten den Auftragseingang des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Anlagenbauers. Die Papiere des Bausoftwarehersteller Nemetschek gaben nach Zahlen deutlich nach.
Anleger haben am Mittwoch die Aussagen der US-Notenbank zum Zinsentscheid am Aktienmarkt mit deutlichen Verlusten quittiert. Zuerst belasteten wieder anziehende Ölpreise wegen neuer iranischer Attacken. Die Notenbank Fed ließ dann ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert, sorgte aber im Nachgang für Schwankungen. Letztlich rutschten die Indizes allesamt deutlich in die Verlustzone ab.
Der zuletzt in Rekordnähe angekommene Dow Jones Industrial fiel um 2,2 Prozent auf 51.594 Punkte. Er unterbrach damit eine dreitägige Gewinnstrecke. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,5 Prozent auf 7316 Punkte nach.
Im Technologiebereich ging die jüngste Talfahrt weiter. Ein kurzer Versuch des Aufbäumens scheiterte im Handelsverlauf. Der Nasdaq 100 sackte am Ende um 2,1 Prozent auf 27.192 Punkte ab auf das niedrigste Niveau seit Ende April. Er dehnte seine Verlustserie auf den sechsten Tag aus.
Die Ölpreise sind nach einem Sprung nach oben wieder etwas gefallen. Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im September kostete zuletzt 92,00 US-Dollar und damit gut 1,4 Prozent mehr als am Mittwoch. Die US-amerikanische Sorte WTI lag mit 85,22 Dollar und 0,9 Prozent Aufschlag ebenfalls im Plus.
Zur Wochenmitte war der Preis um fast 8 Prozent hochgesprungen, nachdem der Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder eskaliert war. Grund war ein Angriff Irans auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien, auf den neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump folgten. Auch der Gaspreis war daraufhin nach oben geschnellt.
„Die Märkte haben sich hinsichtlich der Hoffnungen auf einen Frieden voreilig gefreut, insbesondere angesichts der Forderung des Iran, im Rahmen eines möglichen Abkommens die Kontrolle über die Straße von Hormus zu halten“, sagte Bart Melek, globaler Leiter der Rohstoffstrategie bei TD Securities. „Wir beobachten weiterhin rückläufige Liefermengen und eine weltweite Verknappung auf dem Energiemarkt.“