Seit mittlerweile rund einem Monat ist die langjährige Düsseldorfer Nummer eins vereinslos. Inzwischen sind gleich mehrere Wechsel zu Erst- und Zweitligisten nicht über die Bühne gegangen. Nun gibt es Hintergründe zu den Verhandlungen.
Florian Kastenmeier ist seit mittlerweile rund einem Monat offiziell vereinslos.
Foto: Moritz MuellerDüsseldorf · Seit mittlerweile rund einem Monat ist die langjährige Düsseldorfer Nummer eins vereinslos. Inzwischen sind gleich mehrere Wechsel zu Erst- und Zweitligisten nicht über die Bühne gegangen. Nun gibt es Hintergründe zu den Verhandlungen.
Die Herangehensweise der Werder-Verantwortlichen war durchaus offensiv – umso spannender war dann, dass Florian Kastenmeier nach seinem Fortuna-Abschied im Sommer letztlich doch nicht in Bremen landete. Bereits mitten im Düsseldorfer Abstiegskampf bestätigte Daniel Thioune, dass er in der neuen Saison gerne mit Kastenmeier zusammenarbeiten würde. Die Gespräche nahmen dann nach Saisonende Fahrt auf – bis Werder dann bestätigte, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Zu den genauen Umständen schwiegen die Verantwortlichen um den ehemaligen Fortuna-Trainer Thioune und Sportchef Clemens Fritz zunächst, das sieht nun anders aus.
Wie Thioune nun im Gespräch mit „Bild“ erklärte, seien die Verhandlungen nicht etwa an unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen für eine Zusammenarbeit gescheitert, sondern an Kastenmeiers sportlicher Erwartungshaltung bei seinem neuen Arbeitgeber. „Er konnte sich am Ende mit der Rolle, die wir ihm aufgezeigt haben, nicht vollends identifizieren. Er war jahrelang die Nummer eins“, erklärte Thioune. „Da war die Rolle des Herausforderers nicht unbedingt das, was er wollte. Deswegen hat er am Ende die Entscheidung getroffen, dass er nicht zu uns wechselt.“
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Der finale Impuls, die Verhandlungen für beendet zu erklären, kam also von der Spielerseite. Auch das ging aus der kurzen Stellungnahme, die Werder vor einigen Wochen zu der Thematik über Sportchef Fritz öffentlich gemacht hatte, nicht hervor. Für Thioune wäre es die Ideallösung gewesen, mit dem Torhütergespann bestehend aus Karl Hein und Kastenmeier in die neue Saison zu gehen. Hein kennt er noch aus dem Endspurt der abgelaufenen Spielzeit, als Thioune Werder zum Klassenerhalt führte.
Da war Hein noch die Nummer zwei hinter Mio Backhaus, der mittlerweile in Freiburg unter Vertrag steht. Im Gegenzug verpflichtete Werder Hein nach dessen Leihe an der Weser fest vom FC Arsenal. Der Este soll auch als Nummer eins in die neue Saison gehen. Dieser Umstand hielt Kastenmeier von einem Wechsel nach Bremen ab. Anders sah es bei Alexander Schlager aus, Österreichs Nummer eins entschied sich nach der Kastenmeier-Absage für einen Wechsel nach Bremen. Für ihn ist es die erste Herausforderung im deutschen Fußball. Der 30-Jährige ordnet sich nun in der Hierarchie hinter Hein ein.
Während sich Hein und Schlager aktuell mit Werder auf den Pflichtspiel-Auftakt des Bundesligisten in rund drei Wochen vorbereiten, ist Kastenmeier seit mittlerweile fast einem Monat vereinslos. Auch Engagements bei Hannover 96 und Hertha BSC kamen nicht zustande, obwohl beide Zweitligisten großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem langjährigen Fortuna-Stammtorhüter hatten. Die „Berliner Zeitung“ berichtete rund um den geplatzten Hertha-Wechsel von Kastenmeier, dass der 29-Jährige nun einen Wechsel ins Ausland in Betracht ziehe. Noch befindet sich der gebürtige Regensburger aber auf Vereinssuche.